Welches Interferon?

Zur Verfügung stehen aktuell zwei pegylierte Interferone:

Peginterferon alpha-2a, das in zwei Dosierungen als Fertigspritze erhältlich ist, und

Peginterferon alpha-2b, das dosisadaptiert mit einem Pen gespritzt wird.

  • In den Studien mit Boceprevir wurde pegIFN alpha-2b eingesetzt, vermutlich weil beide Substanzen vom gleichen Unternehmen, nämlich Essex/Merck hergestellt werden. Telaprevir wurde in den Phase-III-Studien mit pegIFN alpha-2a geprüft. In den Telaprevir-Studien wurde der „Backbone“ pegIFN alpha-2a vom ersten Tag an mit dem DAA gegeben.
  • In den SPRINT-Studien mit Boceprevir gab es dagegen eine 4wöchige Induktionsphase mit pegIFN und Ribavirin. In dieser Lead-in-Phase habe das pegylierte Interferon und Ribavirin – so der Erstautor der Studie SPRINT-1, Paul Kwo, Indianapolis – genügend Zeit, eine optimale Konzentration zu erreichen, was das Risiko von Resistenzen gegen DAA vermindere.
  • Welcher Ansatz besser ist, und ob beide Interferone mit beiden DAA kombiniert werden können, ist noch offen, ebenso die Frage, ob die Zulassung von Telaprevir und Boceprevir nur in Kombination mit dem jeweils geprüften Interferon erfolgen wird.

Quellnachweis:

 

Peginterferon alpha-2b

 

 

 

 

Peginterferon alpha-2b