Schlafstörungen und Depressionen bei Hepatitis C
- Patienten mit Schlafstörungen sind drei bis viermal so anfällig für psychische Erkrankungen wie Depressionen als Menschen mit gesundem Schlaf. Dies stellten Schlafexperten auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) fest
- Zu Schlafstörungen kommt es wiederum bei bis zu 60 Prozent aller Patienten mit chronischer Hepatitis C, gleichzeitig bestehen häufig psychiatrische Begleiterkrankungen. Dabei sollte bedacht werden, dass sich neuropsychiatrische Komplikationen unter Interferon-Gabe auch als Schlafstörung manifestieren können. Neu aufgetretenen Schlafstörungen werden bei bis zu 60 Prozent aller Hepatitis C-Patienten diagnostiziert, so eine Arbeitsgruppe aus Toronto.
Unter Interferonbehandlung treten Schlafstörungen meist in den ersten drei bis vier Therapiewochen auf. Schlafprobleme können sich sowohl beim Einschlafen zeigen als auch ein Durchschlafen erschweren. In beiden Fällen ist die Schlafdauer der Betroffenen deutlich reduziert und es kommt zu mehr oder weniger ausgeprägtem Schlafmangel. Bei 30 bis 50 Prozent bedingt dies eine erhöhte Reizbarkeit sowie Müdigkeit am Tage. Allerdings wird Schlaflosigkeit bei chronischer Hepatitis C auch durch psychiatrische Begleiterkrankungen wie Depressionen, Anämie oder Schilddrüsenunterfunktion beeinflusst.

