Kombination von Enzymhemmern bei Hepatitis C
Eine heilende Hepatitis-C- Therapie ganz ohne Peg-lnterferon und Ribavirin wird in den kommenden Jahren noch nicht möglich sein. Ab 2011 aber sind die ersten Proteasehemmer zugelassen.
- Diese werden zum lnterferon und Ribavirin hinzugegeben und behindern das Virus zusätzlich in seiner Vermehrung.
- lnsbesondere beim Genotyp 1 werden die Heilungsraten durch diese Dreifachtherapie deutlich gesteigert und die Therapiezeit oft verkürzt werden. Nachteile sind zusätzliche Nebenwirkungen und dass sich gegen Protease- und andere Enzymhemmer resistente Viren ausbilden können.
- Patienten mit anderen Genotypen haben derzeit noch das Nachsehen:
Die ersten Proteasehemmer Telaprevir und Boceprevir wirken nicht gegen den Genotyp 3 und sind beim Genotyp 2 wahrscheinlich nicht notwendig, da dieser ohnehin sehr oft auf die Standardtherapie anspricht. Spätere Generationen von Enzymhemmern könnten dies ändern: ln frühen Studien zeigten der Cyclophilinhemmer Debio-025 und der Polymerasehemmer R7128 bereits eine Wirksamkeit gegen die Genotypen 1 bis 3. Debio-025 wirkt zudem gegen den HCV-Genotyp 4 und HlV. 0b diese Substanzen sich bewähren und akzeptable Nebenwirkungen haben, muss wie bei allen experimentellen Wirkstoffen abgewartet werden. Die Informationen zu Boceprvir bei geno 3 stammen von Schering-Plough selbst und wurden mündlich auf dem AASLD-Kongress 09 geäußert und auch danach noch einige Male von Essex- bzw Schering Mitarbeitern. Man kann also davon ausgehen, dass dem leider tatsächlich so ist und alle Geno 3 Infizierten sich nach Telaprevir nun auch Boceprevir aus dem Kopf schlagen müssen.

