Hepatitis-C-Forumstreffen

Datum: 02./03.06.2012:

www.hotel-neuwieder-hof.de

Bei Interesse und für Anmeldungen bitte über das forum@hepatitis-c-forum.de melden.

Auch die Angehörigen von  Betroffenen sind zu diesem Treffen herzlichst eingeladen.

Angedacht ist ein persönliches Kennenlernen sowie der Austausch von Erfahrungen und die Weitergabe von interessanten Informationen.

 

11.05.2012 Hepatitis C: Virale Heilung durch interferonfreie Therapie bei bis zu 82 Prozent der Patienten (GT1a und 1b)

Neue Studienergebnisse der größten interferonfreien Phase-II-Studie zeigen, dass bis zu 82 Prozent der Hepatitis-C (HCV)-Patienten nach nur 28-wöchiger Behandlung eine virale Heilung erreichten. (1) Diese Ergebnisse wurden bei Patienten mit den häufigen Genotypen 1a CC und 1b beobachtet, die mit direkt wirksamen in der klinischen Prüfung befindlichen antiviralen Substanzen von Boehringer Ingelheim behandelt wurden.


Die Ergebnisse entstammen der bislang umfangreichsten interferonfreien Phase-II-Studie mit insgesamt 362 Patienten, die auch Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung einschließt. Alle Patienten wurden mit einer interferonfreien Kombination aus dem Protease-Inhibitor BI 201335 (einmal tägliche Gabe) und dem Polymerase-Inhibitor BI 207127 (zwei- bis dreimal tägliche Gabe) sowohl mit als auch ohne Ribavirin über verschieden lange Zeiträume behandelt. (1) Die Daten werden auf dem International Liver CongressTM – der 47. Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Studien der Leber (EASL) – in Barcelona präsentiert.

Von allen untersuchten Patienten erreichten 68 Prozent nach 28-wöchiger Therapie eine virale Heilung, einschließlich Patienten mit Genotyp 1a non-CC, die als am schwersten zu heilen gelten. Bemerkenswert ist, dass bei bis zu 82 Prozent der Patienten mit den Genotypen 1a CC und 1b, die die Mehrheit der Patienten in Europa und Asien/Pazifik ausmachen, nach 28 Wochen Behandlung eine virale Heilung erzielt wurde. Die Ergebnisse sind bei diesen Patientengruppen einzigartig und könnten einen Verzicht auf Interferon ermöglichen, das bei allen derzeit verfügbaren Behandlungsoptionen mit verabreicht werden muss.
„Interferonfreie Therapieoptionen werden in der Behandlung von Patienten mit chronischer Hepatitis C dringend benötigt. Eine Behandlungsoption, die die Patienten von den Nebenwirkungen und der langwierigen Behandlung mit Interferon befreit, wird ein enormer Fortschritt sein“, erläutert Studienleiter Prof. Dr. Stefan Zeuzem, Direktor der Medizinischen Klinik I am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt. „Eine interferonfreie Therapie kann die häufig schweren Nebenwirkungen verringern und die Patienten motivieren, die Therapie fortzusetzen, um so schließlich eine virale Heilung zu erreichen.“
Eine Interferon-Therapie geht häufig mit Nebenwirkungen wie Depression, gastrointestinale und dermatologische Erkrankungen und Blutbildveränderungen einher. In seltenen Fällen treten schwerwiegende Nebenwirkungen wie Herzinsuffizienz, Sepsis und Verlust des Sehvermögens auf. (2,3)

Die interferonfreie Kombinationstherapie wurde in allen fünf Behandlungsarmen der SOUND-C2-Studie gut vertragen und hat ein günstiges Sicherheitsprofil. Das Phase-III-Studienprogramm befindet sich derzeit in der Planung. Diese Studien werden die Wirksamkeit und Sicherheit der interferonfreien Kombinationstherapie mit BI 207127 und BI 201335 bei Patienten vom Genotyp 1 weiter untersuchen.

Patienten mit HCV vom Genotyp 1 gelten unter den mindestens sechs verschiedenen HCV-Genotypen derzeit als am schwersten zu heilen. (4) Eine frühe virale Heilung ist jedoch bei HCV entscheidend, um das Auftreten von bleibenden Leberschäden zu verringern. (3,5) Diese sind die Hauptursache für chronische Lebererkrankungen, Leberinsuffizienz mit Leberversagen und letztlich Lebertransplantationen. (5)

Literaturhinweise:
(1) Zeuzem S et al.. SVR4 and SVR12 with an interferon-free regimen of BI 201335 and BI 207127 +/- ribavirin, in treatment-naive patients with chronic genotype-1 HCV infec-tion. Abstract Nr. 101] präsentiert auf dem International Liver CongressTM (ILC), 18 -22 April 2012.
(2) National Institutes of Health; US Department of Health and Human Services. Chronic Hepatitis C: Current Disease Management. Bethesda, MD: National Institutes of Health; 2010. NIH Publication 10-4230 4.
(3) World Health Organisation. Hepatitis C. 2002 http://www.who.int/csr/disease/hepatitis/Hepc.pdf (Stand: 16.04.12).
(4) Ghany M et al. An Update on Treatment of Genotype 1 Chronic Hepatitis C Virus Infection: 2011 Practice Guidelines by the American Association for the Study of Liver Dis-eases. Hepatology, August 2011.
(5) About.com. 2009. What Is a Sustained Virologic Response or "SVR"? http://hepatitis.about.com/od/treatment/f/SVR.htm (Stand: 16.04.12)
(6) World Health Organisation. Hepatitis C Fact Sheet. Update Juni 2011. http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs164/en/index.html (Stand: 20.02.2012).
(7) Seeff LB. Natural history of chronic Hepatitis C. Hepatology 2002; 36:35-46.
(8) World Health Organisation. Hepatitis C. 2003. http://www.who.int/csr/disease/hepatitis/Hepc.pdf (Stand: 20.02.2012).

Quelle

 

Datum: 12.11.2011

Die Deutsche Leberstiftung veranstaltet zu ihrem 5-Jahres-Jubiläum ein Arzt-Patienten-Seminar:

Themen sind die Abklärung erhöhter Leberwerte, Gefäßerkrankungen der Leber wie die Pfortaderthrombose oder Stadien der Lebervernarbung von der Fibrose zur Zirrhose.
Ein Fokus liegt auf der Therapie für Hepatitis B und C, speziell auf den ersten direkt antiviralen Arzneien gegen Hepatitis C, die in diesem Jahr zugelassen wurden.
In der Podiumsdiskussion "Die neue Ära der Hepatitis-Therapie - Probleme und Möglichkeiten" werden Experten und Patientenvertreter über den Einsatz der neuen Präparate sprechen und Aspekte wie Nebenwirkungen, Effektivität, Resistenzen, Medikamenten-Interaktion und Kosten beleuchten. Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Claus Niederau, Oberhausen, Prof. Dr. Michael P. Manns, Hannover. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten. Programm und Anmeldung:
Hier

 

Herbsttreffen Hepatitis-C-Forum in Oyten

Datum: 12.11.2011 ca. 13.00Uhr...

Herzlich eingeladen sind sowohl Forenmitglieder als auch Interessierte und Angehörige.

 

Telaprevir bei Hepatitis C zugelassen

21.09.2011:

Janssen gab heute bekannt, dass die europäische Zulassungsbehörde EMA für den oralen HCV-Proteasehemmer Telaprevir (Incivo®) die Zulassung erteilt hat. Patienten mit chronischer Hepatitis C (Genotyp 1) erhalten eine neue Therapieoption mit signifikant besseren Heilungschancen als unter der bisherigen Standardtherapie Peginterferon und Ribavirin.1 Telaprevir ist das jüngste Medikament der zugelassenen direkt wirkenden antiviralen Substanzen (DAA - Direct Acting Antivirals), die mit ihrer spezifischen Wirkweise einen neuen Meilenstein in der Hepatitis C-Therapie darstellen. Viele Patienten erhalten zukünftig die Chance,die gesamte medikamentöse Therapiedauer auf die Hälfte zu reduzieren.


Telaprevir ist in Kombination mit Peginterferon alfa und Ribavirin (PR) zur Behandlung der chronischen Hepatitis C vom Genotyp1 bei erwachsenen Patienten mit kompensierter Lebererkrankung (einschließlich Zirrhose) indiziert. HCV Genotyp 1 tritt in Europa am häufigsten auf und ist am schwierigsten zu behandeln (2). Sowohl nicht vorbehandelte als auch bereits erfolglos vorbehandelte Patienten erhalten mit dieser Dreifach- bzw. Triple-Therapie eine neue und signifikant größere Chance auf Heilung als mit der bisherigen Standardtherapie PR. (1) Der Wirkstoff blockiert gezielt die HCV-Protease und hemmt damit die Replikation des Hepatitis C-Virus (HCV).

Basis für die Zulassung von Incivo® waren die drei groß angelegten Phase III-Studien ADVANCE3, REALIZE4 und ILLUMINATE5, dieknapp 1.300 naive und vorbehandelte Patienten einschlossen. ADVANCE und REALIZE waren randomisierte, doppel-verblindete, Placebo (Pbo) kontrollierte Studie, die Wirksamkeit und Verträglichkeit der Telaprevir-basierten Triple-Therapie mit der bisherigen Standardtherapie (Pbo/PR) evaluiert haben. ILLUMINATE war eine unverblindete randomisierte Studie zum Nachweis, dass eine 24-wöchige Telaprevir-basierte Therapie bei therapienaiven Patienten mit eRVR (HCV-RNA in Woche 4 und 12 nicht nachweisbar) einer 48-wöchigen Therapie nicht unterlegen war. Quellnachweis und weiter hier
 

18.07.2011: VICTRELIS® (Boceprevir), erster oraler Proteaseinhibitor für das Hepatitis-C-Virus, wurde von der Europäischen Union für die Behandlung von chronischer Hepatitis C genehmigt

Im Rahmen der Entscheidung der Europäischen Kommission wird eine Vertriebsgenehmigung erteilt, die in den 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) gültig ist, sowie die Genehmigung für die einheitliche Kennzeichnung und Etikettierung für die Mitglieder des Europäischen Wirtschaftsraums Island, Liechtenstein und Norwegen..."Die EU-Genehmigung von VICTRELIS für chronische Hepatitis C, Genotyp 1 ist ganz großartig, weil wir jetzt über eine neue Option für Patienten mit der schwierigsten Form der Behandlung verfügen. Mit VICTRELIS können Patienten, bei denen die vorherige Therapie nicht angeschlagen hat, oder die noch keine Behandlung durchlaufen haben, ihre Chancen beträchtlich erhöhen, eine virologische Heilung zu erzielen, verglichen mit der aktuellen Standardtherapie", so Rafael Esteban, M.D., Leiter der Bereiche Interne Medizin und Leberkrankheiten am Hospital Universitario Val d’Hebron, Barcelona (Spanien). "Für einige Patienten, die mit der Behandlung erst beginnen, kann VICTRELIS zudem zu einer kürzeren Therapiedauer führen." Quellnachweis und weiter Hier

31.03.2011: Heilungsraten für Genotyp 1 bedeutend verbessert

07. März 2011: Erster Onlineauftritt